Verkehrstherapeutische Praxis




Verkehrstherapeutische Praxis  
                                                                                  Martin Bender 



Schocktrauma nach Verkehrsunfällen und anderen Ereignissen 

mit traumatischer Wirkung: Traumawiederholungen vermeiden!

 

Wenn der Körper die Unfallfolgen überstanden hat, hängt die Seele oft mittendrin!

Ein Trauma ist eine Verletzung. Von einem psychischen Trauma wird gesprochen, wenn eine seelische Verletzung jenseits all dessen liegt, was  die 

große Mehrzahl der Menschen noch verarbeiten kann. Um ein Schocktrauma handelt es sich, wenn ein einzelnes Ereignis so außergewöhnlich und vernichtend ist, dass es alle Bewältigungsmöglichkeiten durch Flucht oder Kampf überfordert. Was bleibt, ist Erstarrung und Schicksalsergebenheit. Das Gefühl von Ausgeliefertsein, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst um das eigene Leben, - oder das anderer Menschen. Es genügt oft, Zeuge zu sein. 

Im einzelnen kann es sich bei den auslösenden Traumasituationen um Unfälle, Naturkatastrophen und andere Ereignisse handeln, die vom Menschen

unabhängig einfach so geschehen. Besonders traumatisierend sind jedoch Erlebnisse, die von Menschen gemacht sind ("man made"). Dazu gehören Krieg, Folter, Geiselnahme, Vergewaltigung, Terror und ähnliche Handlungen oder Verhaltensweisen. Oft mit erheblicher zeitlicher Verzögerung treten

Traumafolgestörungen auf, die häufig nicht mehr mit der alten Traumatisierung in Verbindung gebracht werden. Das gilt besonders für Verkehrsunfälle.

Häufige Folgen von Verkehrsunfällen sind Unfallangst, Autobahnangst, Tunnelangst, Angst vor Höhe (Brücken) und Enge.

Und natürlich ist da in vielen Fällen die Angst, das Steuer überhaupt nochmals in die Hand zu nehmen. Und das nicht nur auf der Straße. Oft öffnet sich nach einem Verkehrsunfall "die Büchse der Pandora": Das überlastete Nervensystem kann weitere alte psychische Verletzungen kaum mehr im Unterbewusstsein halten und abkapseln, so dass diese ihrerseits ins Allagsbewusstsein drängen und verarbeitet sein wollen. Die Folge ist, dass ein hohes Maß an Lebensenergie aufgewendet werden muss, um die "bösen Geister" zu bannen. Eine Energie, die überall fehlt.


Wer von der Vergangenheit nichts wissen will, dem zeigt sie sich in der Zukunft!